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  Die Fenster des Ersten Goetheanum
 

Hier entsteht die Seite "Die Fenster des Ersten Goetheanum".

Die unterschiedlichen Strahlen im Rosa Fenster, Nord

Dieses Fenster wird benannt „WACHEN“ in der Übersicht der Fenster, ist also eine Aufforderung, bewusst wach zu sein.

Im linken Teil des dreigeteilten Fensters sehen wir einen Luzifer, dessen Flügel sich nicht mehr stolz aufbauschen, sondern der in Demut seinen Kopf neigt dem helfenden Heiler gegenüber.

Luzifers eigne Strahlen hinunter auf die Erde sehen ungleichmäßig aus, wackelig – im Verhältnis zu dem Urbild von Geistesstrahlen, die im mittleren Fenster auftauchen als Geistessonne über dem Antlitz des Christus im Ätherreich. Dieses neue Wesen, einem Engel gleich, neigt sich zu dem Menschen aus dem Pflanzenbusch heraus – ihn liebend aufnehmend, sich verströmend hin-schenkend.

Die fest zementierten rohrartigen Strahlen des Ahrimans im rechten Fenster sind zu Knoten verschlungen und halten diesen gefangen. Seine Art, das Geistige festzuhalten, bewirken eine Erstarrung für ihn und seine Umgebung. Auch hier hilft der Heiler, der ihm bewusst begegnet und so die Knoten lösen kann.

 

Das Rosa Fenster, Nord. „Wachen“,

nach original Skizze von Rudolf Steiner durch Tatjana Kisseleff

 

Auffallend sind die jeweils drei Kreuze – für Luzifer unter sich, für Ahriman über sich – die zeigen, dass sie auf eine Durchchristung hoffen aber im Moment noch unerlöst sind.

Im mittleren Fenster geschieht die Weiter-Entwicklung des Menschen, der seine ihn ständig begleitenden beiden Doppelgänger hinter sich hat. Der luziferische hat eine lange, schmale Gestalt mit spitzen Flügeln nach oben. Der ahrimanische Doppelgänger ist kleiner und dunkler als der Mensch.

Der Mensch, der den Christus aufgenommen hat, der Ihn in der Natur nun sucht, kann Ihn dort finden, wenn er bittend seine Hände ausstreckt, um Ihn zu empfangen.

Die Geistessonne des Christus leuchtet in geraden, sich verbreiternden Strahlen, sich hingebend – nicht egoistisch an sich haltend, wie im rechten oder linken Fenster.

 

 „So wird er fromm“ steht links für Luzifers Verhalten dem durchchristeten Menschen gegenüber.

„Die Welt weht Frommsein“ so ist der Titel unter dem mittleren Fenster. Es ist die irdische und zugleich durchgeistigte Welt gemeint, die durch ihr Frommsein heilend auf den Menschen wirken kann.

 „Die Frommheit wirkt“, heißt es rechts, wo die gelebte Frommheit liebevoll die zu festen ahrimanischen Strukturen auflöst – erlösen kann durch den Menschen, der mit seinen eigenen Doppelgängern in ein Gleichgewicht kommt durch die Hilfe des Christus im Ätherreich.

In der 14. Klassenstunde der Michaelschule werden diese unterschiedlichen Verhaltensweisen deutlich in den Meditationen dargestellt, in denen man auf die Fragen des Hüters der Schwelle die Antworten dieser drei Geistgestalten hört – und so lernen kann zu wählen, auf welche Stimme man hören möchte. Nur Wachheit gegenüber diesen Wesen gegenüber kann dem Menschen und der Erde weiterhelfen.