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Welcher Art sind die Quellen des CHOREOCOSMOS,

des „kosmischen- und sakralen Tanz“ der Eurythmie?

Gudrun D. Gundersen, Dez. 2012

Dr. Robert Powell hat als Mathematiker, Astronom, Autor und Eurythmist viele Seminare weltweit abgehalten über den kosmischen und sakralen Tanz der Eurythmie, den er entwickelte. Er baut auf der christlichen Tradition auf und nimmt Rudolf Steiners geisteswissenschaftliche Forschungen als Grundlage für seine von den Sternen abgelesene Choreographie des Kosmischen Tanzes, welche als ein besonderer Teil der Eurythmie angesehen werden kann. Sie wird ergänzt durch astrosophische Erkenntnisse und die musikalischen Angaben Rudolf Steiners, welchen die Entsprechungen der Tonarten zu den Sternzeichen zugrunde liegen. Da Robert Powells Impuls ist, die Eurythmie vielen Menschen zugänglich zu machen, hat er diese Choreographie so grundlegend und einfach gestaltet, dass auch eurythmische Laien hineinwachsen und zu Erlebnissen kommen können, wie die Planetenkräfte mit den Hierarchien kommunizieren. Versteht man den Menschen als verdichtetes Lichtwesen, so ist verständlich, dass harmonischer Klang, der auch aus Wellen besteht, ein tragfähiges Medium ist, um uns Lichtwesen auf den himmlischen Sternenformen in rechter Weise zu bewegen mit den kosmischen Gebärden, die von Rudolf Steiner  geistig wahrgenommen und den Eurythmisten geschenkt wurden So entstand eine noch ganz neue kosmisch-orientierte Seite des Tempeltanzes. Eine weitere  Ausarbeitung der Grundlage ist der „LOGOS“, das Wort als differenzierte Schwingung, aus der wir geschaffen und die wir in der Eurythmie wieder neu ergreifen lernen, woraus ja auch der Impuls der Heileurythmie entstanden ist.

Den konkret menschlichen Hintergrund für unsere CHOREOCOSMOS-Eurythmie-Arbeit bildet Tatiana Kisseleff, eine der Ur-Eurythmistinnen zur Zeit Rudolf Steiners, über die Brigitte Schreckenbach das Buch „Ein Leben für die Eurythmie „ verfasst hat.  Auf Seite 114 schreibt sie: „Kehren wir zu Kisseleffs Aufenthalt in Berlin zurück. Während sie dort unterrichtete, nahm Marie Steiner ihre Fähigkeiten wahr. Sie war sehr zufrieden mit dem, was sie dort erlebte. Deshalb riet sie Rudolf Steiner, Kisseleff nach Dornach zu rufen, damit sie die Eurythmie an diesen Ort hintrage und entfalte…  Rudolf Steiner war mit diesem Vorschlag einverstanden. So erfolgte im Frühjahr 1914 an Tatiana Kisseleff der Ruf, die Eurythmie-Arbeit in Dornach zu übernehmen. Sie war damals 33 Jahre alt.

Auch hier zögerte sie erst wieder, diesem Ruf zu folgen, einerseits, weil sie nicht wusste, ob sie würdig genug sei, diese gewichtige Aufgabe zu übernehmen, andererseits, weil sie wusste, wie begehrt gerade dieser “Posten” bei anderen Eurythmielehrerinnen sein würde. Doch Rudolf Steiner bat sie sehr darum und sagte: “Wenn Sie die Leitung der Eurythmie hier übernehmen, so habe ich die Gewissheit, dass die Eurythmie vor der Seelenlosigkeit bewahrt wird; denn ihr drohen große Gefahren, besonders die der Veräußerlichung. Sie werden ihr den kosmisch-sakralen Hintergrund geben und erhalten können.”

CHOREOCOSMOS, wird der „kosmische Tanz der Eurythmie“ auch genannt, weil es keine solistische Darstellung ist, sondern  immer ein gemeinsames Chorisches–Miteinander. Wir bewegen uns in der Form des Heiligen Geistes, dem Kreis, in dem keiner hervortritt, sondern das Gewicht auf das harmonische Miteinander gelegt wird. Voraussetzung dazu ist das innere Arbeiten und Pflegen des Gotteskindes im Einzelnen, damit der Mensch als freies Ich im Kreise der Ebenbürtigen gemeinsam antritt „zum Lobpreis der Götter“ zu tanzen,  wie Rudolf Steiner diejenige Form charakterisiert—die in der Choreocosmos-Arbeit z.B. für den kosmischen Tanz der Venus verwendet wird.  In  allen alten Kulturen wurde selbstverständlich ein Tempeltanz zur Verehrung der Götter gepflegt  und es wartet die geistige Welt auf gerade die klingend schwingende  Antwort der Menschen heute, damit die Evolution weiterhin geschehe. In die Hände der Menschen sind so reichlich die Gaben der Götter gelegt worden, dass nun die Antwort erwartet wird. Dankbarkeit aus Innerlichkeit hinaus in die Bewegung und den Raum getragen durch die kosmischen Gebärden der Eurythmie, sind eine Form der dankbaren Antwort, so wie jede Kunstart und Menschentätigkeit ihre Form finden kann.

Die mehr innerlich pflegende Arbeit des rein Sakralen finden wir in dem „sakralen Tanz“, der Gebetseurythmie wieder, die auch als die notwendige Ergänzung zum kosmischen Tanz von Robert Powell neu ergriffen und ausgearbeitet wurde.  Er sagte: „In der CHOREOCOSMOS-SCHULE für kosmischen Tanz und sakralen Tanz pflegen wir also die kosmisch-sakrale Seite der Eurythmie, die Rudolf Steiner als besonders wichtig betrachtete.“

Ein großes neues Buch liegt zu dem 100-jährigen Feiern der Entstehung der Eurythmie von Robert Powell vor: „Cultivating  Inner Radiance and the Body of Immortality“ in der deutschen Übersetzung vorliegend als: „Innere Strahlkraft und der Auferstehungsleib: Erweckung der Seele durch moderne ätherische Bewegung“ (IL-Verlag, Basel 2012). Hier führt Robert Powell diese sakrale Seite der Eurythmie bis hin zu einem inneren Weg, bis zu dem Weg in der Nachfolge Christi.  In innerer Übereinstimmung darf er sich da wissen mit Rudolf Steiners eigenen tiefsten Impulsen, auf die er die Menschheit hinweisen wollte. So sagte  auch Michael Debus, Pfarrer der Christengemeinschaft, während eines Vortrags, den er am 28. April 2011 bei der Welteurythmietagung am Goetheanum gehalten hat mit Bezug auf die Entstehung der Eurythmie durch Rudolf Steiner:

Wenn Anthroposophie die Aufgabe hat, die Menschheit auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten, so hat Eurythmie als Kunst die gleiche Aufgabe...Man möchte geradezu sagen: Der wiederkommende Christus macht Eurythmie.“ (Michael Debus, Das Wesen der Eurythmie, Verlag am Goetheanum, Dornach 2012)

Und mit Bezug auf die kosmische Seite der Eurythmie sagt Rudolf Steiner:

Es handelt sich bei der Eurythmie wirklich darum, dass in ihr der Versuch einer sichtbaren Sprache vorliegt oder eines sichtbaren Gesanges“... „Und alle Weltengeheimnisse, alle Gesetzmäßigkeiten des Kosmos sind im Menschen enthalten. Wenn man daher eine sichtbare Sprache aus dem ganzen Menschen herausholt, holt man zu gleicher Zeit etwas aus ihm heraus, was von der ganzen Summe der Weltengeheimnisse und der Welten Gesetzmäßigkeit spricht. Der Mensch ist einmal ein Mikrokosmos, und so kann, wenn dieser Mikrokosmos als künstlerisches Werkzeug verwendet wird, zum Ausdrucke kommen dasjenige, was ausgebreitet ist an Geheimnissen, an Mysterien durch das ganze Weltenall hindurch“... „Wir denken uns unter dieser eurythmischen Kunst etwas, ich möchte sagen wie eine Erneuerung, aber in durchaus moderner Form, der alten Tempel-Tanzkunst.

Rudolf Steiner, Eurythmie. Die neue Bewegungskunst der Gegenwart, Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1991, Taschenbuch 6420, S. 13, S. 86, S. 108.

Tatjana Kisseleff: Ein Leben für die Eurythmie—Autobiographisches ergänzt von Brigitte Schreckenbach (Verlag Ch. Möllmann, Borchen 2007),  S. 114.

Ein Brief an die Freunde:
„Die Seele des Kosmos, die Göttliche Sophia“
 
Liebe Freunde des Kosmischen Tanzes der Eurythmie.
 
Robert Powell ist unermüdlich weltweit unterwegs, um den Menschen die Möglichkeit aufzuzeigen, in direktem Kontakt mit der “Seele des Kosmos“, der „Göttlichen Sophia“ zu kommen. Ihre Weisheit lebt in Allem und ermöglicht uns das Verständnis aufzunehmen  die Taten des „Sohnes“, des „Göttlichen Christus“ – der damals die Zeitenwende bewirkte und heute als der Wiedererschienene im Ätherischen und in den Menschenherzen wirkt - .
 
Ein direkter Weg für die menschliche Seele wird hier im Choreocosmos, in der von Eurythmie getragenen, durch die Musik erlebte und die kosmischen Sternenformen verwirklichte Verbindung von Himmel und Erde, von Mensch und Kosmos begangen. Und vertrauensvoll kann dieser Form gefolgt werden, die aus Geisteswissenschaftlicher Forschung Rudolf Steiners – aus seiner Intuition gewonnenen -  kosmischen Bewegungen und Gebärden der Eurythmie in Treue ausführt; die schönsten und bewusst ausgewählten Musikstücke der deutschen Klassik werden sinnvoll diesen Gebärden zuordnet, so dass Inspiration im Hören entstehen kann; und verbunden wird damit uraltes Sternenwissen mit neuer und belebter Form  als choreographische Grundlage, die der Erde durch unsere Tätigkeit eingezeichnet wird und die wir Robert Powells Initiative verdanken, die Sternenwissen mit eurythmischem Menschentun in harmonischer Weise verbindet.
 Mögen recht viele Menschen diese Möglichkeiten ergreifen und sich so unvergängliche Schätze erarbeiten, indem sie an so etwas, wie den Kosmischen Tanz der Eurythmie, teilnehmen, denn nicht nur im Hier und Jetzt, sondern auch im Nachtodlichen wird man dadurch viele Hilfen bekommen können.
 Robert Powell hat hier als ausgebildeter Eurythmist und Heileurythmist „eine wahre Perlenkette zur Ehre Gottes und der Hierarchien“ an eurythmischen Tänzen entwickelt und eine Möglichkeit geschaffen, Himmels Konstellationen zu erleben – statt sie nur zu denken. Kennt man diese Arbeit bereits länger, kann es Momente geben, in denen man erahnt, wie die Wesenheiten im Kosmos miteinander  sprechen und im Sprechen auf die Erde mit ihren vielfältigen Wesen wirken.
 
Ganz besonders ist auf das Herzstück eines jeden Seminars von Robert Powell, auf die Sophia-Graals-Feiern hinzuweisen, die das ganz verinnerlichende Element der Besinnung und des bis zum Ritus verdichteten Geschehens ist, an dem die sich öffnende Seele teilnehmen und mit gestalten darf. Unter diesen immer mehr sich ausgestaltenden verschiedenen Feiern gibt es auch die sogenannte „Jakobsleiter“. Hier ist in besinnlicher Weise, der Weg der Seele nach dem Tode aufgezeichnet in Worten Rudolf Steiners, die so zusammengefügt sind, dass sie mit den sie begleitenden Musiken, Grundlage bilden, eine innere Orientierung für die nachtodliche Zeit zu geben. Bereits Verstorbenen kann so durch die Seele eines Freundes, der bei der Feier anwesend ist, noch Hilfe geboten werden. Eine Sicherheit der Orientierung bietet dieses auch der eigenen Seele, das Reich des Todes mit den aus der Geisteswissenschaft gewonnenen Erkenntnissen Rudolf Steiners, erlebbar und differenziert anzuschauen.
 
Eingeleitet und begleitet werden alle Seminare von Vorträgen, in denen die von Robert Powell erarbeiteten Gebiete seiner Forschung, die auf Rudolf Steiner basieren und die er als Mathematiker, Astronom, und Autor vieler Bücher klar und anschaulich darstellen kann. Das Gebiet der Astrosophie, die er zusammen mit einem Kreis anderer Forscher weiter entwickelt, schenkt hier dem Zuhörer Erkenntnisse nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über die Phänomene der Gegenwart und des Werdenden, des sich Entwickelnden – aus den Herzenskräften der Menschen, -  ohne die sonst nur Zerstörung, Verwesung und Vernichtung in der Welt herrschten.
Die Qualitäten des Menschseins werden hier vorgelebt und befeuern zum gedankenklaren Erkennen, sinnvollen Gestalten der eigenen Seele und giessen Freude und Liebe in eigenes Tun.
 
Mit pfingstlichen Grüssen und herzlicher Verbundenheit sende ich diese Mitteilung in Europa an Freunde herum, damit möglichst viele an den Seminaren von Robert Powell in diesem Halbjahr2011 teilnehmen können. Die Termine sind auf neuestem Stand und gehen bis einschliesslich des Januartermins 2012, nachdem er wieder für ½ Jahr in den USA sein wird. Anmeldungen können bei den jeweils angeführten Menschen getätigt werden. Ausserdem füge ich auch einen Brief von Robert Powell an alle Freunde bei.
Herzliche Grüsse von Gudrun D. Gundersen
Owingen, 14.6.2011
***
 
 
Hier ein Text von Robert Powell über den Kosmischen Tanz:
Liebe Freunde,
was ist das große geistige Ideal der Choreocosmos Schule? Es ist in Verbindung mit dem Göttlichen zu kommen und die Verwandtschaft der Menschen mit dem Kosmos und der Erde zu feiern. Das Bestreben des Choreocosmos ist die Seele zu erheben zu einer bewussten Erfahrung der Harmonie der Sphären und das menschliche Herz aufzuwecken für die Gegenwart des Göttlichen, wobei der Pfad zu einem bewussteren Erlebnis des göttlichen Ursprungs der Seele geöffnet wird. Auf diesem Wege kann der Choreocosmos – im kosmischen und sakralen Tanz – helfen, das geistige Erwachen gegenüber dem kosmischen Christus und auch zur göttlichen Sophia, der Seele des Kosmos, zu fördern.
 
         Es ist erfreulich, dass die Choreocosmos Schule jetzt weiter aufblüht in verschiedenen Teilen der Welt – zum Beispiel in Australien, Europa und Nord Amerika. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die Mysterien des Göttlich-Weiblichen (Sophia) und des Kosmischen Christus, sowie die neue Sternenweisheit (Astrosophie) und die Weisheit der großen geistigen Lehrer der Menschheit sich nah und fern verbreiten. Darüber hinaus ist Choreocosmos auch ein Weg der Heilung und Verwandlung der Erde. Unsere regelmäßigen jährlichen Zusammenkünfte sind heilsam nicht nur für die Teilnehmer sondern auch für die Erde.
 
         Erwachtes geistiges Bewusstsein nimmt ein kontinuierliches Fliessen der göttlichen Energien – kosmisches Licht, Leben und Liebe – zwischen dem Kosmos, der Sonne und der Erde wahr. Letztendlich ist die göttliche Liebe die Quelle aller Existenz. Durch die harmonischen Rhythmen und geometrischen Formen der kosmischen und sakralen Tänze, verbinden wir uns, in Leib und Seele, in Herz und Geist, mit den kosmischen Kräften und der göttlichen Liebe –und schließlich mit dem höchsten Bewusstsein, das Alles erschuf.
        
         Ein Gefäss für die göttliche Liebe zu werden ist das geistige Ideal der Choreocosmos Schule für kosmischen und sakralen Tanz.
 
Auf den Tagungen freut man sich alte Freunde zu treffen und neue Freunde zu finden.
 
Mit herzlichen Grüßen
Robert Powell
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KOSMISCHER  STERNENTANZ
 
 
Rudolf Steiner  hat der Menschheit unter anderem auch den Impuls gegeben, durch eine neue Sternenweisheit und den neuen Bewegungsimpuls der Eurythmie, insbesondere durch die kosmischen Aspekte der Eurythmie –  wieder zu dem geistigen Erleben und Verstehen des Kosmos zu kommen. Die Grundlage dazu ist eine neue spirituelle Erkenntnis der Sternenwelt, der Planeten und Tierkreiszeichen und ihrer Zusammenhänge mit dem Menschen.
Die eurythmischen Gebärden der Tierkreisstellungen und der Planetenbewegungen mit den dazugehörigen Lauten führen den Übenden in ein Erleben der Zusammenhänge von makrokosmischer Bewegung am Himmel zu den mikrokosmischen Bewegungen in unserer Seele. (Rudolf Steiner: GA 238, Vortrag vom 12.9.1924 über den Weg in der Schule von Chartres durch die vier Elemente zu den sieben Planeten und schließlich zu den zwölf Tierkreiszeichen). Dieser Weg dient als Urbild für die Arbeit in den kosmischen Aspekten der Eurythmie, wie sie im Kosmischen Tanz für Laien angeboten wird..
 
In den alten Tempeltänzen fanden die Menschen die Verbindung mit dem Kosmos. Hier wurden die Bewegungen der Planeten durch die Tierkreiszeichen nachempfunden. Durch die Eurythmie versucht Rudolf Steiner eine Erneuerung der alten Tempel-Tanzkunst in durchaus moderner Form (GA 277, Vortrag vom 25.8.1918). Diese Erneuerung des alten Tempeltanzes ist genau das, was dem Impuls des Choreocosmos, dem Kosmischen Sternentanz, zugrunde liegt.
 
 Der bekannte Spruch des Apollo “O Mensch, erkenne dich selbst!” könnte für unsere Zeit auch lauten: “O Mensch, heile dich selbst!” Ein Weg zur Findung der eigenen Mitte ist durch die verborgene Kraft der Gebärde im Zusammenhang mit den entsprechenden Lauten gegeben, die der Eurythmie zugrunde liegen. Eurythmie bedeutet “harmonischer Rhythmus” und wird therapeutisch zur Heilung durch Bewegung angewendet. Leib, Seele und Geist werden durch die weisheitsvollen Gebärden der Eurythmie harmonisiert.
 
In Kursen werden z.B. sieben eurythmische Bewegungen, entsprechend der Sonne, dem Mond und den fünf sichtbaren Planeten, eingeführt. Zusammen bilden sie für den Menschen eine Quelle der Kraft in Harmonie mit dem Kosmos zu gelangen. Von einer verstandesmäßigen Vorstellung zu einer lebendigen Erfahrung der sieben Planeten kommen wir durch die Eurythmie
            Diese Arbeit ist als sozialer Impuls für Laien zugänglich gemacht worden im Kosmischen Tanz, bei dem wir im Chor wie ein kleiner Kosmos im Hier und Jetzt uns gemeinsam bewegen. Durch die Verbindung zwischen Klaviermusik großer Komponisten und der Eurythmie als sakralem und kosmischem Tanz erleben wir eine heilende und belebende Wirkung.
 
            Kurse dieser Art werden bereits vielen Ländern von dem Astrosophen und Eurythmisten Dr. Robert Powell gegeben, der diese spezielle Form des Sternentanzes entwickelt hat. Seit September 2010 wird diese CHOREOCOSMOS Arbeit auch hier am Bodensee in Überlingen angeboten. Mehr Auskunft erhalten Sie bei:
Gudrun D. Gundersen, (Eurythmistin) Kapellenweg 2, 88696-Owingen, tel: 07551 9495293; gudrun.gundersen[at]gmx.net
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Was ist Kosmischer Tanz?
 
Kosmischer Tanz ist eine Vertiefung des Gebietes der kosmischen Eurythmie nach Angaben Rudolf Steiners. Er hat die „sichtbare Sprache“ als Lauteurythmie (GA 270) und den „sichtbaren Gesang“ als Toneurythmie entwickelt und geht im Lauteurythmiekurs auch auf den kosmischen Aspekt der Laute und an anderen Stellen über den Zusammenhang von Tönen und Tonarten mit der Sternenwelt ein.
Eine weitere vertiefende Ausgestaltung gerade dieser kosmischen Aspekte der Eurythmie wird im Kosmischen Tanz angestrebt. Die in allen Zwölf Tierkreisstimmungen auf 7 fache Weise ertönenden sieben Planetenzeilen der „Zwölf Stimmungen“ Rudolf Steiners bilden dabei die Grundlage. Diese 84 Stimmungen kann man auch im musikalischen Werke der Klassik auffinden und geben der Seele die Möglichkeit des stimmungsmässigen Mitklingens, um in die Gesten des Tierkreises und in die Bewegungen der Planeten mit den eigenen Leibesliedern durch vielfache Wiederholungen  einzutauchen. Hier ist auch die Musik Ausdruck der kosmischen Stimmung und wird als solche gebraucht, ist aber keine Szenische Vorführung nach den Gesichtspunkten der Toneurythmie. Die choreografischen Formen der Planetentänze sind aus den dazu passenden Grundelementen der Eurythmie entstanden und die Tierkreisformen sind an den konkret leuchtenden Sternenbildern des Himmels abgelesen worden durch Dr. Robert Powell, der als Sternenkundiger und Eurythmist diese Arbeit entwickelt hat. Die seelisch-geistige Vorbereitung geschieht durch Vorträge auf den CHOREOCOSMOS Tagungen und durch die kleinen Hinweise und einführenden Worte bei jedem konkreten Erüben dieser Tänze.
Im grossformatigen Buch: „Kosmischer Tanz der Planeten“ von Lacqanna Paul und Robert Powell, Astronova 2008, ISBN 978-3-937077-32-1 (www.astronova.com) sind die Formen , Zeichnungen und zahlreichen vertiefenden Aspekte der Planetentänze zusammengefasst. Und in den grossformatigen Buch: „Kosmischer Tanz des Tierkreises“ von Lacquanna Paul und Robert Powell herausgegeben vom Institut für Astrosophie erlangt man auch vertiefende Einsichten über die kosmischen Aspekte der Tierkreiszeichen und die Formen des Kosmischen Tanzes des Tierkreises. Beide Bücher sind eine Fundgrube für Eurythmisten, die sich mit dem Thema der kosmischen Eurythmie auseinandersetzen.
Die wesenhaften Kräfte, die durch die Planeten und durch den Tierkreis bis in die Erdenverhältnisse, die Pflanzen- und Tierwelt und uns Menschen sichtbar wirken (Ebbe und Flut; Blattformen, etc.) können in subtiler Weise auch für den Laien erlebt werden beim Kosmischen Tanz. Es kann wie ein Gespräch entstehen zwischen den Kräften des Tierkreises, die im äusseren Kreis ihre Formen in ruhiger Bewegung stetig kreisen und den Kräften der Planeten, die in ihren spezifischen eigenen Dynamik im inneren Kreis nach den Motivbögen gestaltet werden. Die Möglichkeit des Lauschens dieser zwei so verschiedenen Kräftekreise auf einander ist gegeben und ist bereichernd für einen Jeden, der sich auf diese Übungen einlässt. Es kann so weit gehen, dass es wie ein Gespräch anzuhören ist zwischen diesen Hierarchischen Kräften, wenn man uneigennützig diese Bewegungen und Gebärden in Gemeinsamkeit  zu den klassischen Musikwerken ausführt. In Rudolf Steiners Impuls für die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft tönt eben diese Ebene des Erlebens an und der Kosmische Tanz weiss sich diesem Impuls ganz verbunden. Ein pfingstlicher Impuls der sophianischen Zukunftskultur lebt hier in seinen ersten Anfängen.
 
Diese CHOREOCOSMOS Arbeit, dieses im Chore kosmisch sich gemeinsam Bewegen, knüpft auch immer wieder Verbindungen mit den Sternkonstellationen, die zur Zeit Christi sichtbar waren und die exakt wiedergeben, was Er damals Schritt für Schritt auf Erden vollzog. Siehe das Buch: „Chronik des lebendigen Christus“, Grundstein eines kosmischen Christentums, von Dr. Robert Powell, Verlag Urachhaus , ISBN 3-8351-7213-9. Unser seelisch-geistiges Erleben kann sich im Kosmischen Tanz bis in den Äther- und physischen Leib durch die ganz genauen Sternkonstellationstänzen in einer schönen und harmonischen Weise sich mit dem Leben und Wirken Christi auf Erden erinnernd verbinden.
Viele der heutigen Sternkonstellationen und die in naher Zukunft kommenden Sternaspekte (z.B. 2012) können auf diesem Hintergrund verstanden werden – als die erwartete Wiederkunft des Christus im Ätherischen. Inhalte, die dieses vertiefen, sind von Dr. Robert Powell auf Tagungen und in Vorträgen dargestellt worden. Uns liegt es nun auch in Buchform vor: „Christus und der Mayakalender“, 2012 und das Erscheinen des Antichrist. ( IL-Verlag, Basel/CH, ISBN-13: 978-3-9523521-1-3. z.B. über amazon.de erhältlich). Eine Möglichkeit, sich in den Bewusstseinswandel heute einzustimmen, gibt die Betätigung mit dem kosmischen Tanz.
Für Jedermann, der aufgeschlossen ist, sich solchen Weiten – Tiefen – Höhen und Stimmungen zu verbinden, ist dieser Kosmische Tanz zugänglich. Er setzt keine Vorkenntnis voraus und wird bewusst jedes Mal neu in einfacher Weise für die Anwesenden  aufgebaut. Kurse darin werden in Deutschland, England, Italien, USA und Kalifornien gegeben.
Hier im Bodenseegebiet gibt Kurse Gudrun D. Gundersen, Eurythmistin, Kapellenweg 2, 88696 Owingen, Tel: 07551 9495293, gudrun.gundersen@gmx.net . Sie organisiert auch den nächsten Kurs mit Dr. Robert Powell in Überlingen: „SOPHIA UND DER TIERKREIS“ VOM 17.-19.09.2010. Zum Schluss möchte ich noch hinweisen auf meine Webseite: www.gudrun-gundersen.de auf der man aktuelle Termine für den Bodenseekreis, Artikel über den Kosmischen Tanz und ähnliches sowie Gedichte finden kann. Ausserdem existiert die allgemeine deutsche Webseite: www.choreocosmos.info und die internationale Webseite der Sophiafoundation in Amerika, www.sophiafoundation.org deren Mitbegründer Dr. Robert Powell ist.
Möge dieser sophianische Impuls des Kosmischen Tanzes Menschenherzen beleben und durchlichten.
Gudrun D. Gundersen, Owingen 27.05.2010

CHOREOCOSMOS

 

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C H O R E O C O S M O S
Anliegen
 
Das Anliegen des Choreocosmos ist es, die Menschen wieder mit der wahrhaftigen Geistigkeit, die im Kosmos waltet, zu verbinden.
 
Rudolf Steiner hat der Menschheit unter anderem auch den Impuls gegeben,
durch eine neue Sternenweisheit („Astrosophie“) und durch die kosmischen Gebärden der Eurythmie sich wieder mit dem geistigen Gehalt des Kosmos zu verbinden. Die Grundlage dafür ist eine neue spirituelle Erkenntnis der Sternenwelt, insbesondere der Planeten und der Tierkreiszeichen und ihrer Zusammenhänge mit dem Menschen. Der Mensch als Mikrokosmos wird verstanden als der Spiegel des Makrokosmos. Um die entsprechenden Erkenntnisse wirklich zum Erleben zu bringen und praktisch anzuwenden sind ganz besonders die eurythmischen Gebärden und die Laute der Planeten und der Tierkreiszeichen geeignet. Rudolf Steiner hat darauf hingewiesen, wie in der Schule von Chartres die Schüler den Weg durch die vier Elemente zu den sieben Planeten und schließlich zu den zwölf Tierkreiszeichen gegangen sind (GA 238, Vortrag vom 12.9.1924). Dieser Weg dient als Urbild für den Aufbau der Choreocosmos-Schule mit dem Kosmischen Tanz und dem Sakralen Tanz, die aus dem Verwirklichen von Rudolf Steiners Worten gewachsen ist: „Wir denken uns unter dieser eurythmischen Kunst etwas, ich möchte sagen, wie eine Erneuerung, aber in durchaus moderner Form, der alten Tempel-Tanzkunst“ (GA 277, Vortrag vom 25.8.1918). Diese Erneuerung des alten Tempeltanzes ist genau das, was dem Impuls der Schule für Astrosophie zu Grunde liegt in dem Sinne, dass die kosmischen Tänze der Eurythmie (z.B. Sonne im Widder, Venus im Stier, Mars im Krebs usw.) zu einer intensiven Erfahrung der Sternenkonstellationen führen und gleichzeitig einen praktischen Unterricht über die kosmischen Verhältnisse ermöglicht.
 
Choreocosmos wendet sich an jeden Interessenten, der sich durch Eurythmie wieder mit den kosmischen Kräften verbinden will.
Es werden die vier Elemente, die sieben Planeten und die zwölf Tierkreiszeichen mit entsprechenden Gebärden und Lauten erübt.
Aus geistigen Gesichtspunkten heraus werden neu-entwickelte Formen („Choreographien“), die sich wie eine Art Reigentanz wiederholen, erarbeitet, begleitet von ausgewählten Musikstücken der klassischen Tradition. Die Musikstücke sind bewusst ausgesucht, um das Wesen der Elemente, der Planeten oder der Tierkreiszeichen auszudrücken. Da die Musik selbst ein Spiegel der Sphärenharmonien ist, ist sie besonders geeignet, durch ihre geistigen Gesetzmäßigkeiten wie Takt, Rhythmus, Tonart und Charakter die Geistigkeit des Kosmos darzustellen.
Die wesenhaften Kräfte, die durch die Planeten und den Tierkreis bis in die Erdenverhältnisse, die Pflanzen- und Tierwelt und uns Menschen wirken, können in subtiler Weise auch durch den Laien erfahren werden. Das Ganze kann als eine Art Meditation erlebt werden, ein Hinführen zu den hohen geistigen Wesenheiten, die die Wirklichkeiten hinter den Planeten und Tierkreiszeichen sind. Es gibt auch Seminare bzw. Feiern, in denen meditative Sprüche oder Texte in einfacher Art eurythmisiert werden, um sich den Wesenheiten der geistigen Hierarchien zu nähern, die unser Sonnensystem und die ganze Weltentwickelung führen. So werden das Denken durch die Texte, die Empfindung durch die Musik und der Wille durch den Kosmischen bzw. Sakralen Tanz gemeinsam angeregt und in Resonanz zu den kosmischen Schwingungen gebracht. Eine starke Belebung und Harmonisierung sowie ein intensiver gemeinschaftsbildender Impuls kann bei all diesen Übungen erlebt werden, die einen rechten Ausgleich und ein Gegengewicht bilden zu den negativen Wirkungen unseres technologischen Zeitalters. Ein pfingstlicher Impuls des zukünftigen Sophia-Zeitalters gestaltet sich hier in seinen ersten Anfängen.
 
Nachdem von Robert Powell seit 1992 durch viele Jahre in regelmäßigen Kursen in fünf europäischen Ländern sowie an zahlreichen Orten der USA und Australien eine Grundlage geschaffen wurde, ist mit der Gründung der Choreocosmos-Schule ein weiterer Schritt vollzogen worden, weil nun mehr und mehr Eurythmisten/Innen bereit sind, den kosmischen Tanz der Eurythmie weiterzugeben oder mit schon bestehenden Gruppen regelmäßig zu üben. Wenn eine genügend große Anzahl von Menschen zusammen kommen, die die eurythmischen Planeten- und Tierkreiszeichen-Formen und Gebärden und die entsprechenden eurythmischen Laute auszuüben fähig sind, können größere Aufgaben angegangen werden, wie z.B. die von Rudolf Steiner gegebenen „Zwölf Stimmungen“, das Eurythmisieren der Tageskonstellation oder anderer wichtiger Sternenkonstellationen oder die Darstellung von größeren kosmischen Zusammenhängen.
Die Schule
Die Schule für Astrosophie bietet Kurse im kosmischen Tanz der Eurythmie und in den dazugehörigen astronomischen bzw. astrologischen Grundlagen an, geleitet von Robert Powell unter Mitwirkung von Eurythmisten und Choreocosmos-Lehrern in verschiedenen Ländern.
 
Dr. Robert Powell, geb. 1947 in Reading (England), studierte Mathematik und war zuerst als Lehrer für Mathematik und Statistik an der Brighton Universität (Polytechnikum) tätig, bevor er eine Eurythmie-Ausbildung in Dornach (Schweiz) absolvierte.
Er beschäftigte sich intensiv mit Astronomie und Sternenweisheit. Seine umfangreichen wissenschaftlichen und historischen Forschungen und Neuentdeckungen auf Grund der Hinweise Rudolf Steiners sind in vielen Schriften niedergelegt. Seine Doktorarbeit schrieb er über die Geschichte des Tierkreises. In seinen Büchern und Vorträgen stellt er, in Anknüpfung an die astrosophischen Ansätze von Elisabeth Vreede und Willi Sucher, weiterführende Schritte zu einer neuen Sternenweisheit vor.
Seit 1984 arbeitet er als Heileurythmist, Vortragsredner und Seminar-Leiter. Er ist Mitbegründer des Instituts für Astrosophie und hält Vorträge zu astrosophischen und geisteswissenschaftlichen Themen; ausserdem gibt er Kurse im “Kosmischen Tanz” und “Sakralen Tanz” in vielen Ländern.
Siehe auch unter: www.choreocosmos.info   (deutschsprachig) sowie
www.astrogeographia.org und www.sophiafoundation.org   (englischsprachig)
 
Literatur
1) Lacquanna Paul/Robert Powell: Kosmischer Tanz des Tierkreises, Institut für Astrosophie 2005
2) Lacquanna Paul/Robert Powell: Kosmischer Tanz der Planeten, astronova Verlag/Tübingen 2008
3) Robert Powell: Die Allerheiligste Trinosophia, Verlag Ch. Möllmann, Borchen 2005
4) Robert Powell, Christus und der Mayakalender, IL Verlag, Basel 2009
5) Robert Powell: Chronik des lebendigen Christus, IL Verlag, Basel 2011
6) Robert Powell: Elias kommt wieder: Ein Prophet für unsere Zeit, IL Verlag, Basel 2009
7) Robert Powell: Die Gebetsreihe im sakralen Tanz der Eurythmie, Institut für Astrosophie 2005
8) Robert Powell: Geschichte des Tierkreises, astronova Verlag/Tübingen 2007
9) Robert Powell: Die Göttliche Sophia, Verlag Ch. Möllmann, Schloss Hamborn/Borchen 2004
10) Robert Powell: Das größte Geheimnis unseres Zeitalters, IL Verlag, Basel 2011
11) Robert Powell: Hermetische Astrologie, I: Astrologie und Reinkarnation,Verlag Urachhaus 2001
    Hermetische Astrologie, II: Astrologische Biografik, Verlag Urachhaus 2003
12) Robert Powell: Maria Magdalena und ihre Geschwister, Verlag Ch. Möllmann, Borchen 2008
13) Robert Powell: Die Morgenmeditation in Eurythmie, Institut für Astrosophie 2005
14) Robert Powell: Der Stern der Weisen und das Leben Christi, Verlag Chr. Möllmann, Borchen 2009
15) Robert Powell: Das Zeichen des Menschensohnes am Himmel, Institut für Astrosophie 2008
16) Robert Powell: Zu einer neuen Sternenweisheit, Novalis Verlag, Schaffhausen 1993
 
Kontakt Information von Choreocosmos Lehrern (D)
Gudrun Gundersen (Eurythmistin), Kapellenweg 2, 88696 Owingen. Tel: 07551-9495293.
Email: gudrun.gundersen@gmx.de
Heidi Langen, Haus Bollheim, 53909 Zülpich. Tel. 02252-5595. Email: omamaheidi@yahoo.de
Ingrid u. Dr. Heinrich Sandkühler, Vogelsangstr. 58, 75173 Pforzheim. Tel: 07231-23322.
Email: sandhaus58@arcor.de
Gisela Storto-Lanfer, Am Irscherhof 35, 54294 Trier. Tel: 0651-34053. stortj.dr.med@gmx.de
Katherine Wilde, Kadettenweg 81, 12205 Berlin,Tel. 0176-34128022. wilde.berlin@t-online.de

 

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Kann das Arbeiten an einer Verchristlichung der Kabbala auch Verständnis für die Zukunft schaffen?
 
Die Arbeit mit der Kabbala stellt einen natürlichen Teil der zu studierenden Schriften in einer esoterischen Schulung dar. Wie z.B. in einem Vortrag von Judith von Halle dargestellt wird, so trifft man auf diesen Baum der Erkenntnis und des Lebens beim Überschreiten der Schwelle. Sie sind eine Art Urbild dessen, was der Schöpfungsplan der geistigen Welt ist, wie der Mensch entstand, welchen Weg er gehen soll und wie er die Schöpfung verstehen kann. Rudolf Steiner veranlagte in seinen Vorträgen aus GA 29 mit der dort gedruckten Zeichnung eine Intention, den mittleren, den dritten zukünftigen Baum, den der Liebe zu verstehen. Judith von Halle führt dieses bereits weiter und lässt die Kabbala mit der Menora zusammen klingen und fügt die Worten des Christus an Seinen Vater im Himmel an den entsprechenden Stellen ein.
 Diese Aufgabenstellung, die neuen christlich-anthroposophischen Aspekte zu finden zu jeglichem alten Mysterienwissen, ist heute genauso gefragt, wie zu Rudolf Steiners Zeit. Nur das vertiefte Erkennen der umwälzenden Wirkungen auf allen Gebieten durch das Golgathageschehen des Christus wird weiterführend sein in die Zukunft, die wir mit dem „Jupiterdasein“ oder das „Neue Jerusalem“ benennen.
Es geht hierbei so weit, dass man z.B. zu der Erkenntnis kommen kann, warum in der Eurythmie der Vokal „I“ den rechten Arm erhoben hat und nicht den linken. Das durch den luziferischen Einschlag linkslich gelagerte Herz wird durch die Betonung der rechten Seite wieder in die Mitte gerückt, dort, wo das Herzchakra blüht.
2009 G.D.Gundersen
 
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