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Welchen Einfluss hat der Brand des Ersten Goetheanum auf die Eurythmie?

Das Erste Goetheanum, das in den Jahren 1913 -1922 gebaut und geformt wurde in Dornach, hatte die Ausrichtung nach Osten, so wie alle christlichen Sakralbauten. Man trat im Westen ein und hatte den Osten vor sich, in dem auf der Bühne als Mittelpunkt und Allerheiligstes der „Menschheitsrepräsentant „ stand, das Gleichgewicht haltend zwischen den Versuchermächten Luzifer und Ahriman.
Nach dem Brand des Ersten Goetheanum in der Silvesternacht 1922/23 gab Rudolf Steiner zur Weihnachtstagung 1924 den Grundsteinspruch, der ein inneres Goetheanum erbauen hilft. Für die Eurythmisten gab Rudolf Steiner die Raumesrichtungen dafür so an, dass nun der Osten rechts von ihm liegt, der Westen links, der Norden vorne und der Süden hinten, dort wo die Statue stehen sollte. Das Heißt, die frühere Ost-West-Achse des physischen Ersten Goetheanum wurde um 90° gedreht, um ein Viertel des Kreises, so dass der Süden im geistigen Hintergrund ist, aus dem heraus der Eurythmist schafft, impulsiert vom Menschheitsrepräsentanten. Gleiches kann man sehen in der XI. Imagination von Hermann Linde, die er auf Rudolf Steiners genauer Anweisung hin gemalt hatte als Teil einer 12 Bilder umfassenden Reihe über Goethes Märchen für den Zweigraum in Mannheim.
Auch den im Ätherreich sich andeutenden Ätherbau des Ersten Goetheanum sieht man bereits in der XII. Imagination. Dorthin führt die Brücke, die durch das freiwillige Opfer der grünen Schlange entstanden ist. In diesen letzten Imaginationen lässt Rudolf Steiner aufzeigen die damals noch in der Zukunft liegende Tatsache und heutige Wirklichkeit des Ersten Goetheanum in der angrenzenden Wirklichkeit, neben unserer physischen Wirklichkeit.
Über unterschiedliche Sonnengebärden
Durch die, wie oben beschrieben, veränderten Raumesrichtungen können wir Eurythmisten ganz bewußt uns mit diesem Ätherreich verbinden. Aus der Beschäftigung damit und mit dem Kosmischen Tanz ist wie selbstverständlich eine Beweglichkeit in die Vorstellung gekommen auch in Bezug auf die Differenzierung der Sonnengebärde. Will man für die drei Hierarchien der II. Hierarchien-Triade etwas differenzierte Sonnengebärden gestalten, z. B. auf das Ertönen ihrer Namen, so kann man die Kyriotetes – wie
gewohnt – durch die Sonnengebärde erklingen lassen, die den rechten Arm oben und den linken Arm unten kreisen lässt. Die Geister der Weisheit sind zu Recht im Osten, d.h. Ihre Betonung liegt auf der rechten Seite in den Ätherrichtungen.
Die Exusiai hingegen, die Geister der Form, gestalten den Westen und da könnte man die linke Seite betonen durch den erhobenen Arm links und den entsprechenden rechten Arm unten in seinen kreisenden Bewegungen der Sonne.
Die Dynamis sind Geister der Bewegung, d.h. sie können wechseln, von einer rechts Orientiertheit zur Links Orientierung. Diese Möglichkeit der Differenzierung macht die Gestaltung gerade dieser Christus-Hierarchie lebendig, so wie ja auch die Christusstatue in Begriff ist sich zu bewegen – zu verändern – Zukunft gestaltend zu wirken.
Als Anregung zum lebendigen Weiterentwickeln möchte diese Darstellung sein. Und empfehlen kann ich dazu sehr das Studium dieser 12 Imaginationen von Hermann Linde, denn tiefes Verständnis kann sich daraus bilden wenn man die verschiedenen Tempelbilder dieser Reihe vergleichend anschaut. So kann im Innern das Verständnis für die Raumesrichtungen im Ätherreich aus einer abstrakten Wahrheit zum Erlebnis werden. Verschmelzen können da die erarbeiteten Erlebnisse mit Goethes Märchen und dem 1. Mysteriendrama von Rudolf Steiner.
Owingen, 10.11.2013
Gudrun D. Gundersen

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Vor 100 Jahren
 
Zur 100 jährigen Wiederkehr des ersten Gespräches  im Dezember 1911 von Clara Smits mit Rudolf Steiner über „die Möglichkeit einer Bewegungskunst, die auf geisteswissenschaftlicher Grundlage aufgebaut“ ist, was die spätere Eurythmie wurde, möchte ich ganz besonders Rudolf Steiner und Marie Steiner danken und ihrer gedenken. Ohne seine übersinnlichen Forschungen, durch die er die Bewegungen des Ätherleibes des Menschen und daraus die Bewegungsformen bei Sprache und Musik hat wahrnehmen können und ohne Marie Steiners unermüdliche übende Pflege der neuen Kunst hätte diese nicht entstehen können. Aber auch Clara Smits, die die Wachheit und den Mut hatte, sich mit der Bitte an Rudolf Steiner zu wenden, ob es für ihre Tochter eine Möglichkeit der Bewegungslehre aus der Geisteswissenschaft gäbe, sende ich meinen grossen Dank. Denn es ist diese Bitte von Clara Smits genau vor 100 Jahren geschehen und hat damit die Ära für die neue Kunst der Eurythmie eröffnet. Möge sich das Interesse für diese sinnvolle Art der eurythmischen Bewegung und des sich Einstimmens auf den Kosmos in der kommenden Zeit wachsen, weil das einen Ausweg aus der materialistischen Gesinnung zeigen könnte und die Menschen wieder in eine geistvolle Zukunft führen kann.
 
Wenn man zusammen schaut, dass die 15. – 17. Klassenstunden der neuen Michaelschule, der heute genannten „Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“ während des Lauteurythmiekurses gegeben wurden, so sieht man vor sich, dass die Eurythmisten von damals selbstverständlich dabei anwesend waren und dass diese eine fortsetzende Unterweisung der Gespräche der Hierarchien untereinander in ihren Vorträgen und Unterweisungen bekamen, die in den entsprechenden Klassenstunden behandelt werden. Das genauere Ineinandergreifen dieser zwei Gebiete und Unterweisungen – in welcher Form die hierarchischen Wesen mit einander sprechen – mit Hilfe der kosmischen Gebärden des Tierkreises und der Planeten sieht so aus:
Am 21. Juni 1924 fand die 15. Klassenstunde statt.
Vom 24.-27. Juni 1924 waren die ersten 4 Vorträge des Lauteurythmiekurses.
Am 28. Juni 1924 findet die 16. Klassenstunde statt.
Vom 30.7. bis 4. Juli 1924 waren weitere 5 Vorträge des Lauteurythmiekurses.
Am 5. Juli 1924 fand die 17. Klassenstunde statt.
Am 7. Juli 1924 gibt Rudolf Steiner den Eurythmisten die Tierkreis und Planeten-Gebärden.
Am 8. und 9. Juli fanden die letzten 2 Vorträge des Lauteurythmiekurses statt.
Am 12. Juli 1924 findet die 18. Klassenstunde statt.
 
Das unmittelbare  In- Einander- Geflochten- Sein dieser zwei so wichtigen und neuen Initiativen Rudolf Steiners, die der Klassenstunden der Freien Hochschule und die der kosmischen Eurythmie, die beide aus der geistigen Welt heraus gewollt wurden und sich deshalb auch Rudolf Steiner offenbaren konnten, gibt Seelensicherheit, dass die Kosmische Eurythmie – genauso wie die Hochschularbeit ein ganz besonderes Gnadengeschenk des Christus und der Hierarchien an die Menschheit ist – und entsprechend auch von den Menschen würdig aufgenommen werden sollte.
Ein jegliches Eintreten für diese Impulse sollte von Anthroposophen mitgetragen werden und nicht durch kleine Andersartigkeiten verschwiegen oder abgewiesen werden.
 
Bisher wurde in den Mitteilungen für Eurythmisten nichts über den Impuls Robert Powells veröffentlicht, obwohl er bereits seit vielen Jahren die kosmische Eurythmie im Besonderen pflegt und eine grosse Liebe für die Eurythmie bei den Teilnehmern seiner Kurse rings um in der Welt entwickelt. Gar mancher von ihnen ist wegen seiner Impulse zum Eurythmiestudium aufgebrochen. Vielleicht ist aber jetzt die Zeit gekommen – nach 100 Jahren Eurythmie, dass auch diese Arbeit – neben all den vielen anderen eurytmischen Arbeiten – ins Bewusstsein der Anthroposophen treten kann.
 Da Robert Powell seine Arbeit bewusst für Laien konzipiert hat, werden hier die Elemente der Kosmischen Eurythmie in ihrer Ursprünglichkeit vermittelt. Als Hilfe von der seelischen Seite her, hat er passende Musikwerke der Klassik ausgewählt, die die Planeten-Stimmung vermitteln (z.B. für den „MOND“ 1. Satz aus der Mondscheinsonate). Und für die Tierkreisstimmungen hat er Musikwerke in den entsprechenden Tonskalen nach den Angaben von Rudolf Steiner gefunden. Da er auch Astronom und Astrologe ist neben seinem Eurythmisten- und Heileurythmisten- Sein, bringt er auch noch als drittes das exakte Wissen über die Sterne in die Arbeit hinein. Er hat dadurch eine neue Form von Sternentanz entwickelt, die alle Eigenschaften der Eurythmie in sich tragen und die mitmachenden Laien zu einem neuen gemeinschaftlichen Sternen-Klingen bringt. „Choreocosmos“ oder „Kosmischer Tanz“ nennt er das, was so entstanden ist.
 
Es ist ein klingendes Sprechen, was entsteht beim Choreocosmos. Die Musik wird nur als seelentragendes Element verwendet und nicht toneurythmisch dargestellt, sondern es werden die Laute und die kosmischen Gebärden der Eurythmie wiederholend gemacht z.B. werden auf der Widderform, die aus der Sternglyphe abgelesen ist, erst die Widdergebärde und dann das „W“ gemacht, während man aus der Waldsteinsonate von Beethoven ein Stück in C-Dur spielt und es nur als motivische Einteilung verwendet, um zu einem harmonischen Miteinander in der Bewegung der Raumform mit kosmisch klingend gestalteten Gebärden und Lauten zu kommen. Ein ruhiges Einleben in die Laute und in die kosmischen Gebärden wird so gewährleistet durch die vielen von Musik getragenen Wiederholungen.
Diejenigen Eurythmiekollegen, die den Mut und die Offenheit zeigten, an diesen Laienarbeiten teilzunehmen, waren erfreut und  fühlten sich neu belebt. Heilende Kräfte gehen von dieser Arbeit aus, so wie es von jeglicher guter Eurythmie entsteht.
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Die Mantren der Klassenstunden hat Rudolf Steiner aus der geistigen Welt bekommen und an die Menschheit 1924 weitergeleitet. Eingeflochten in den Höhepunkt dieser neue Mysterienarbeit hat er den grossen, wichtigen Lauteurythmiekurs in Dornach gegeben und damit auch die Möglichkeit geschaffen, dass diese Worte einmal im recht gestalteten Rahmen und in kosmischer Form von Menschenherzen den Hierarchien entgegen klingen können – durch die Eurythmie. Der 2. Teil der Michael-Schule sollte ritueller Art sein – sicherlich nicht ohne Eurythmie, die Rudolf Steiner beschreibt als: “ in der Eurythmie(wird) dasjenige erneuert, was in den uralten Mysterien Tempeltanz war: die Nachahmung des Sternenreigens, die Nachahmung desjenigen, was durch Götter vom Himmel herunter zum Menschen gesprochen wurde.“
Und an anderer Stelle sagt er: „ Wir bekommen die 19 Lautmöglichkeiten, indem wir im Tierkreis das Konsonantische, im Reigen der Planeten das Vokalische sehen. Der Himmel spricht: jedes Mal, wenn ein Planet zwischen zwei Tierkreisbildern steht, steht ein Vokal zwischen den Konsonanten. Und in den Konstellationen, die durch die Planeten entstehen, spricht der Himmel, spricht in der mannigfaltigsten Weise, und was da gesprochen wird, ist eigentlich Wesenheit des Menschen. Daher kein Wunder, dass durch menschliche Gesten und Bewegungsmöglichkeit gerade ein Kosmisches ausgedrückt wird.“
Ich glaube, dass wir erst an einem Anfang stehen, einem Anfang der wahren Eurythmie, durch die wir auch mit den vier Elementen der Erde und mit Christus, der heute im Ätherreiche zu finden ist, kommunizieren lernen.
Mögen Menschen Ohren zum Hören haben und Augen zum Schauen und Mut zum Handeln!
Owingen, 6.12.2011.
G.D.Gundersen
 
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Das eurythmische „i“ bei radioaktiver Strahlung

 

Von Robert Powell bekam ich folgende Ausführung bezüglich radioaktiver Strahlung:

…“als Ergänzung zu Deiner Ausführung über das "i":

heute bekam ich folgenden Hinweis von Kathy Wilde:

„Beim Präparate rühren und ausbringen von Hornmist habe ich vom Schulgärtner  erfahren, dass der "Steinerne"

geraten hat, dass wir Menschen gegen den radioaktiven Strahlungen in der Luft und in der Nähe von Reaktoren das große heileurythmische "i" machen sollten, so wie ein Viereck in der Luft als Symbol für das Salz drei mal und mit der "i" links Geste  für Christus anfangen und abschliessen. Da wir wissen wie verdorben das Salz ist, ist das besonders interessant. Diese Maßnahme würde die Halbzeit verringern aber nicht die Substanz.“
Diese Worte beweisen die kosmische Kraft des "I" !
Ein eurythmischer Hinweis Rudolf Steiners dazu: -  das "I" rechts gestaltet beim "freiem Willen", denn er hat den rechten Arm mit Freiheit identifiziert (Vortrag vom 10.05.1924).“
Möge dieser Hinweis hilfreich sein.

 

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 „Warum sollte das eurythmische „I“ hauptsächlich rechts gemacht werden?“ von G.D.Gundersen.
 
Die Arbeit der diesjährigen Frühlings-Tagung in Roncegno von Robert Powell kam zu der wichtigen Frage: „Kommen wir einen Schritt näher dem Verständnis, was Verchristlichung der Kabbala ist, durch das Erkennen des eurythmischen „I“?. Hier ein Versuch eine schriftliche Darstellung zu geben, warum das eurythmische „I“ von Rudolf Steiner nach rechts oben weisend gezeichnet wurde und nicht nach links.
Wir durften durch Robert Powells Darstellungen uns heranarbeiten an die Geheimnisse der jüdischen Kabbala. Die zwei Säulen, die auch die zwei Bäume des Paradieses sind und in ihrer Urbildlichkeit den Bau der Himmel, des Inneren des Menschen und der Erde darstellen und für noch vieles mehr an Erkenntnissen die Grundstruktur abgeben, sie wurden durch die dargestellten Zeichnungen Rudolf Steiners in Bewegung gebracht. Das, was erst als „Verwechselung“, dann aber als Denkanstoss sich herausstellte der Zeichnung von ihm aus dem Jahre 1904, aus GA 29, bewirkte in mir im Nachhinein das „Problem“ das eurythmische „I“ neu anzusehen: Das physische Herz, das links gelagert im Brustkorbe schlägt, wird durch den gestreckten rechten Arm der „I“-Geste wie ergänzt durch das Ätherherz, das rechts gelagert ist. Das astralen Herzorgen, das Herzchakra strahlt in der Mitte – auf die auf- und absteigende Linie der Chakras, um dort – nun befreit vom luziferischen (links) und ahrimanischen (rechts) Einfluss radial aufstrahlen lassen zu können. Der linke Arm weist beim eurythmischen „I“ nach unten. Diese linke Hand greift liebevoll aber bestimmt ein in die eigene „Unterwelt“, damit auch diese erlöst werden möge durch den Mittelpunkt des „I“, welches das Astrale-Herzchakra aufleuchten lässt und in der Mitte liegt.
 
         Die Verbindungslinien der Sephira des Baumes des Lebens und des Baumes der Erkenntnis zeigen gerade vom Tipheret aus strahlend in alle Richtungen Verbindungslinien, Zusammengehörigkeiten, Wechselwirkungen. Und ist dieses mittige Sephira Nr. 6 intensiv verwirklicht, so wirkt es erlösend auf alles Übrige. Es ist dieses das Erkennungszeichen des Messias, das Zeichen des erwarteten Erlösers, des Christus. Nikodemus, der eingeweiht in diese jüdischen Mysterien der Kabbala war, er konnte gerade anhand des Wissens von dort den Christus als „Meister“ erkennen und hatte mit ihm ein Gespräch „bei Nacht“ – über geistige Gebiete, die für die meisten in nächtlicher Unwissenheit noch schlafen. Und dieses Gespräch umfasst gerade die Neugeburt des inneren, des zukünftigen Menschen. Zu ihm kommt man durch das Tor, das eingerahmt ist von den beiden Bäumen, dem der Erkenntnis und dem des Lebens – des Männlichen und des Weiblichen - von rechts und links – zur Erkenntnis von Ahriman und Luzifer - und schreitet dann durch dieses Erkennen als Tat zur Mitte, dem neuen dritten Baum - zu Christus. Es ist hier, wo die Neuschaffung des Menschen beginnt durch die direkte Verbindung vom Vater in den Himmeln durch den Sohn bis hin zum Malcuth, der Erde – und auch noch weiter bis hin zur Mutter im Lande Schambala.
 
         Aus der tradierten jüdischen Kabbala hat Rudolf Steiner christliche neue Aspekte eingeführt und dieses begonnen mit dem sogenannten „Vertauschen“ von Sephira 5 und 6, sowie dem Vertauschen von Sephira 8 und 9. Für die Hermetische Astrologie ist dieser Bereich ein Teil des ganzen Erkenntnis- und Schulungsweges, den wir durch Robert Powell nun auch nahegebracht bekommen. Auch Judith von Halle ist eindeutig eine Weiterführerin dieses christlichen Erneuerungsimpulses Rudolf Steiners, wie man z.B. in ihrem Buche über das „Vaterunser“ nachlesen kann.
 
Im Jüdischen sind die Vokale die unaussprechlichen klingenden Laute, das, was das Innerste der Gottheit ausmacht. Diese Vokale tönen aus dem mittleren Menschen, aus seiner Seele. Sie entstehen in uns – wie wir in der Eurythmie sehen können, aus dem Zusammenwirken von Rechts-Linksheit in uns. Das A erstrahlt von der Wirbelsäule als zentrierender Punkt aus nach vorne, die Arme öffnend ; das E bringt die Arme zur Kreuzung vor der Brust eine vordere und eine hintere Welt abgrenzend; das O bildet eine umschliessende vordere Gebärde und das aus den parallel gestreckten Armen entstehende  U strebt seinem Ursprunge zu, der gleicherweise nach oben oder unten gesucht werden kann. Und als Mitte des Ganzen erklingt das „I“ aus seinem Herzenszentrum – und zeigt des Menschen Zweiseitigkeit in diagonaler Weise. Ein Strahlen nach gleichzeitig rechts oben und unten links ist es. Als „Zerrissenheit“ zwischen seinen beiden Naturen kann der Mensch es auch erleben und wird in der Musik bei höchster Spannung als Disssonanz erlebbar dargestellt. Es weist in seiner Differenziertheit gleichzeitig zum Himmel und zur Unterwelt. Eine solche Spannung kann nur der ertragen, der sein Herz mit Liebe erfüllt und wie hinein stirbt – um als Neugeborener die Lichtkraft des I in sich erstehen lassen zu können. Die Liebe allein wird diese Dissonanz harmonisieren können, indem sie kreisförmig in Wellen sich vergrössernd in alle bewussten und alle unbewussten Teile unserer Wesenheit - unsere Himmel und Höllen - Licht und Liebesschwingungen sendet. Dieser zu Anfang dargestellt Ansatz, dass das links liegende physische Herz als Ausgangspunkt durch den gestreckten rechten Arm das Ätherherz rechts ewtwickelt und so vorbereitet hat die neue christliche Mitte auf der das astrale Organ, das Herzchakra blüht, gibt auch die Kraft ab, die dann bei der Venus Gebärde den linken Arm in die unteren unbewussten Zonen senden kann, die man auch als „Venuskräfte“ bezeichnen kann, so wie dieses Aufsteigende des rechten Armes der Merkuraspekt des Vokales I ist. Das Herzzentrum erstrahlt sonnenhaft in dem I-Vokal und bildet so den Anfang für eine Neugestaltung des geschaffenen Menschen, der aus Freiheit und Liebe das Rechte, den Christus wählt.
         Das Neugreifen der Vokale aus einer christlich verstandenen Kabbala wird auch die Bewusstseins erweiternde Erkenntnis vom Ich und seinen verschiedenen Aspekten bringen, wie wir ja auch eine Differenzierung der Seele in verschieden Glieder haben.
 Das Verbinden von Rechts und Links in der Merkurform des kosmischen Tanzes, beinhaltet dort, dass der rechte Arm in ständig abwechselnder Wiederholung die Merkurbewegung oben rechts kreisend ausführt, während das „I“ hier mit Vorteil mit dem linken Arm oben gemacht werden kann, damit die beiden in der Merkurstab geformten Kreistanzform gemeinsam ein ausgeglichenes Rechts und Links bilden und somit wieder die neue Mitte aus dem Wechsel der Seiten entstehen kann und eine Einseitige Dominanz verhindert wird.
         Einen weiter führenden Aspekt, stellt die Plastik des Menschheitsrepräsentanten dar. Er hat den linken Arm erhoben und der rechte ist unten, eine intensive geistige Arbeitsgebärde, die mit dem Erkennen, dem Halten und dem Verwandeln-Wollen und des in Zukunft Erlösens von Luzifers und Ahrimans zu tun hat. Er ist bereits der Christus im Ätherischen, bei Ihm sind bereits die Chakren voll entwickelt, er kann bereits die Gegenmächte verwandeln und uns darin ein Helfer in dieser Zeit sein.
2009 G.D. Gundersen (Januar 2012 einiges korrigiert)